Kommunikation mit den Ärzten
- Pro:
- Gute Chirurgie, freundliches Pflegepersonal
- Kontra:
- Mangelnde Information, Ignorieren wichtiger Informationen seitens meiner Schwester und mir
- Krankheitsbild:
- Schulter OP
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Unsere 85jährige Mutter musste sich einer Schulter OP unterziehen. Wir nahmen den 14tägigen Aufenthalt auf der Alterstation in Anspruch. 3 Tage vor der OP wurde sie wegen Eisenmangel aufgenommen. In diesen 3 Tagen bekam sie eine einzige Infusion.
Von Anfang an machten wir deutlich, dass unsere Mutter an Verkalkungen und Vernarbungen im Kopf leidet die demenzartige Symptome sowie Schwindel verursacht.Trotzdem würde sie einem Test unterzogen und und der Verdacht auf Demenz gestellt. Meine Mutter litt sehr darunter und war bestürzt. Zusätzlich leidet sie noch unter Depressionen, Ängsten und Schwerhörigkeit. Im Gespräch mit einer Psychologin erläutere ich erneut ihre von einem Neurologen gestellte Diagnose und machte auf ein CT von Ende 25 aufmerksam, dass man hätte einsehen können. Sie wollte wissen ob eine Pflegevollmacht vorliegt. Ich bejahte und sagte, diese ist Zuhause und kommt ja erst zum Einsatz wenn Mama nicht mehr selbst entscheiden kann. Außerdem stand dies auch im unterschriebenen Anamnesebogen.
Wegen erneuten Eisenmangels wurde eine Magen Darmspiegelung empfohlen, die meine Mutter ablehnte. Sie wollte so kurz nach der OP keine erneute Narkose. Eisentabletten brachten dann Besserung.
Im Abschlussbericht standen dann Dinge, die nie kommuniziert wurden, ua der Verdacht auf eine Niereninsuffizienz und Osteoporose Wir waren geschockt. Außerdem wieder der Verdacht auf Demenz. Also komplettes Ignorieren und Nachverfolgung ihrer vorhandenen Diagnose.
Und der Satz eine Vollmacht ist nicht vorhanden, womit meine Schwester und ich uns indirekt einer Lüge bezichtigt sehen.
Auch über schlechte Blutwerte bei der Aufnahme erfuhren wir erst im Bericht
Meine Mutter äußerte in meinem Beisein gegenüber einer Psychologin, dass ihr Kopf nicht mehr so zuverlässig ist wie früher. Die Antwort war: keine Sorge,es ist alles gut.
Unsere Mutter fühlt sich zu Recht in eine Schublade gesteckt, in die sie aufgrund neurologischer Abklärung nicht gehört.


1 Kommentar
Liebe "Bridget25",
zunächst möchten wir Ihnen noch unser aufrichtiges Beileid ausrichten.
Vielen Dank, dass Sie sich in diesen schweren Tagen die Zeit genommen haben uns eine so wertschätzende Rückmeldung zu geben, welche wir sehr gerne an die betreffenden Bereiche weiterleiten werde.
Wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute.
Mit besten Grüßen Ihr Bethlehem Gesundheitszentrum