Mit der neuroleptischen Therapie zu beginnen sollte sehr gut überlegt werden und am besten nachdenken wo man sich selber in paar Jahren sieht
- Pro:
- Normales Verhalten wird belohnt, der beste Schutz gegen Beleidigungen ist nicht beleidigt zu sein
- Kontra:
- Das Klinikpersonal kann mit den Tabletten nicht umgehen, unnötig hose Dosen, desinteressiert an der körperlichen Gesundheit, wenig inspirierende Ideen zu Hobbys, Sport... meistens das selbe, irgend n Chef steuert das halt
- Krankheitsbild:
- Würd ich mir net einreden lassen
- Erfahrungsbericht:
-
Ich schreib noch ne Kritik die zum Nachdenken anregen darf: Was ist los wenn man eine Gefahr für sich ist( Suizid, Selbstverletzung...)? Vielleicht wäre es sinnvoll sich in dieser lieblosen, traurigen Situation, nette, verständnisvolle, liebe Menschen um sich zu haben die einen mögen und sich mit einem beschäftigen. Wenn man eine Gefahr für andere ist, dann sollte man die Ursachen untersuchen und versuchen den Hass, Rachsucht, Fanatik, Antipathie oder was auch immer zu therapieren( damit kenn ich mich net aus). Für Leute die Angst haben( was normal und menschlich ist) und für Depressive( was auch teilweise normale Gefühle sind), wenn sie net lang anhalten und für Psychotiker die Stimmen hören( was auch psychisch Gesunde manchmal tun) sind Medikamente vielleicht hilreich. Psychopharmaka gehören in die Hände von hochprofessionellen Ärzten, welche es nicht viele gibt. Dann sollte der Patient selber entscheiden dürfen, ob er das gesundheitsschädliche Psychopharmakon einnimmt. Natürlich gibt es immer schlimmere Sachen wie z.B. Unfälle, Geldprobleme, Trennungen, Gewalt... Es ist halt wichtig zu wissen für die Patienten und jeder Mensch reagiert anders auf eine Substanz: Von Neuroleptika wird man müde, antriebslos, depressiv, langsam, der Cholesterinwert verschlechtert sich, die Leber nimmt einen Schaden, das Risiko für Diabetes steigt, man wird dick, abhängig von Medikamente mit Nebenwirkungen die man sich eigentlich gar net durchlesen will, da man sonst n leichten Schock bekommt. Das Sexualleben ist nicht mehr gut( auch wenn man alleine ist hat man noch eins). Der Darm und der Magen arbeitet nicht mehr richtig. Man bekommt n dickes, fülliges Gesicht. Der Körper fängt möglicherweise an Talgzysten zu bilden. Antidepressiva sind hilfreich, haben aber leider das Risiko, dass manche Leute gefährlich werden( gibt es Berichte drüber). Ne madige Nebenwirkung kann auch sein, dass sich eine Zahnfistel bildet, die sehr penetrant sein kann. Man wird auch bisschen dumm.Alles möglich.


1 Kommentar
Ich möchte noch etwas ergänzen: Die Einrichtung einer psychosomatischen Ambulanz wäre sinnvoll. Gerade die ambulante Weiterbehandlung nach einem stationären Aufenthalt gestaltet sich sehr schwierig. Auch Diagnosen wie komplexe PTBS und Borderline-PS erschweren die Therapeutensuche. In so einem Setting wäre auch eine kombinierte Behandlung von Einzel- und Gruppentherapie möglich. Stationäre Intervallbehandlungen nach 2-3 Monaten machen wenig Sinn auf Dauer.
Persönlichkeitsstörungen benötigen Zeit, um grundlegende Veränderungen zu erreichen. Oft ist es ein jahrelanger Prozess. Was für Veränderungen sollen in 2-3 Monaten erzielt worden sein?! Ohne ambulante Therapie.