No go
- Pro:
- Kontra:
- Fehlende Ansprechpartner
- Krankheitsbild:
- Burnout
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Nach mehreren Wochen Aufenthalt u.a. in kardiologischen Kliniken kam ich völlig erschöpft für 5 Wochen zur Reha nach Egenhausen. Meine 1. Zimmerkollegin hatte eine schwere psychische Erkrankung mit ständigen flashbacks, auch in der Nacht. Darauf hatte man mich schon bei der Ankunft vorbereitet und mir genauste Anweisungen gegeben, wie ich mich zu verhalten habe. Ich kam schlicht einfach nicht zur Ruhe. Nach 2 Wochen musste diese Patientin gehen, "war für das Pflegepersonal nicht zumutbar". Danach zog die zweite, schwer autistische Patientin ein. Trotz meiner intensiven Bemühungen war es nicht möglich, mit ihr zu kommunizieren. Nach einigen Tagen hat mir eine andere Patientin mitgeteilt, dass diese Autistin umziehen möchte, da ich angeblich schnarche und ihre Zimmerkollegin ebenso. Das würde super passen, da ich ja auch schnarchen würde. Hier muss ich ausdrücklich erwähnen, dass sowohl mein Ehemann (seit 40 Jahren!) noch Zimmerkolleginnen in der Kardio-Klinik, dies bestätigt haben. Der Umzug fand dann statt, ohne dass weder Arzt noch die Pflege mit mir gesprochen hat! Wie angekündigt schnarchte die neue Zimmerkollegin extrem laut, so dass mir auch keine Ohrstöpsel halfen. Aufgrund ihrer Angststörung hielt sie sich tagsüber fast ausschließlich im Zimmer auf und telefonierte lautstark (russisch/polnisch/rumänisch o.ä) mit ihren Angehörigen. Ich kam überhaupt nicht zur Ruhe, nachts schlief ich im Aufenthaltsraum auf dem blanken Boden, im Schwimmbad auf der Liege oder im Garten hinter den Hecken. Auf meine Bitte um Abhilfe bot mir die Oberärztin ihre schmale und hohe Untersuchungsliege an, das lehnte ich aus Sicherheitsgründen ab.


1 Kommentar
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
dass Sie die geschilderten Erlebnisse in unserer Klinik gemacht haben, tut uns sehr leid.
Bitte haben Sie Verständnis, dass es uns 3 Jahre später nicht mehr möglich ist, das Geschilderte nachzuvollziehen.
Wir gehen davon aus, dass Patienten aktuell keine vergleichbaren Erlebnisse haben. Patienten mit entsprechender Indikation bitten i. d. R. bereits vor der Aufnahme um Unterbringung in einem Einzelzimmer.
Marko Jüttner, QMB