Eine Nummer zum Üben
- Pro:
- Schnelle Terminvergabe
- Kontra:
- Fehlendes Einfühlungsvermögen, fehlende Material- und Medikamentenversorgung, fehlende Abspracheneinhaltung, Mitarbeiter absolut empathielos
- Krankheitsbild:
- Gebärmutterentfernung, Ausschabung, Probenentnahme
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Bei den Vorgesprächen habe ich mich schon relativ allein gelassen gefühlt gehabt. Ich wurde untersucht und dann sagte mir der Arzt, was man alles machen kann. Ich musste mir die Art der Behandlung und OP komplett selbst aussuchen - ohne ärztlichen Rat. Der Assistenzarzt teilte mit, dass er sich nicht auf ärztliche Erfahrungen berufen kann, da er diese nicht hat.
Ich wurde auch 1x unnötigerweise zu viel untersucht. Eventuell um Geld zu verdienen oder Erfahrungen zu sammeln?
Es wurde besprochen, dass Proben entnommen werden. In Vollnarkose. In der Tagesklinik.
Dort war ich letztendlich nur eine Nummer und das fühlte sich absolut miserabel an.
Keiner zeigte auch nur einen Funken Verständnis für Unsicherheit und Angst.
Der Pfleger donnerte mir regelrecht unter Schmerzen den Zugang in die Hand und spielte weiter am Handy herum. Eine OP Schwester kam zwischendurch zu ihm und teilte mit, dass sie so nicht mehr arbeiten will und keine Lust hätte.
Dann wurde ich in den OP-Vorraum geschoben, wo noch die Liege der Vorgängerin gereinigt wurde, auf die ich dann klettern musste.
Nach der Narkose bin ich mit extremsten Schmerzen aufgewacht und habe nur die allernötigste Grundversorgung bekommen. Keine weiteren Schmerzmittel, nur eine kleine Binde (auf Nachfrage) gegen die Blutung. Kein Mittel gegen die Übelkeit (eine Brechtüte haben sie angeboten), keine Krankmeldung für den Arbeitgeber - obwohl das im Vorfeld vesprochen und schriftlich festgehalten wurde. Es wurde einfach was wegoperiert, was NICHT abgesprochen war. Absolut unnötig.
Kurzum: Für die zweite OP habe ich mir ein anderes Krankenhaus gesucht und bin traumatisiert.


1 Kommentar
Ich breche jetzt einmal deine Lanze für diese Notaufnahme, auch wenn es natürlich erschütternd für die Betroffenen Person ist. Dort sind zum Teil nur zwei Krankenschwestern eingesetzt und müssen fast jeden Tag über 70 Patienten versorgen. Das ist eigentlich ein Dinter Unmöglichkeit. Das ist nicht zu schaffen. Das Pflegepersonal, das wenige gibt wirklich jeden Tag das Allerbeste und schaffen das bald nicht mehr. Das sollte man wirklich mal bedenken.