MRT-Untersuchung
- Pro:
- freundliche Ärztin
- Kontra:
- Personal unterirdisch, menschlich unqualifiziert
- Krankheitsbild:
- Muskeldystrophie
- Erfahrungsbericht:
-
Ich hatte im November einen Termin zur MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel (Schmerzen im Bauchraum).
Durch meine Muskelerkrankung bin ich auf den Rollstuhl angewiesen. (nicht Gehen/Stehen)
Mir ist schon klar, dass einem Rollifahrer nicht der rote Tepich ausgerollt wird wenn mann wo ankommt, aber so kanns nicht sein.
Die bei der Anmeldung hat schon keinen Bock gehabt jemanden aufzunehmen, (schlechter Tag, kann ja mal vorkommen) ist man ja mittlerweile schon gewohnt.
Der Rollstuhl und meine Einschränkung war wohlgemerkt bei Terminabsprache schon abgeklärt.
Im Wartebereich waren 3 Patienten noch vor uns, also 1h trotz Termin noch warten. Ist ja auch kein Problem, aber nur so am Rande angemerkt. Die Patienten, die vor uns raus kamen wünschten uns schon viel Spaß und verdrehten die Augen.
Als die Angestellte vom MRT mich und den Rollstuhl sah, war Sie schon in Panik und meinte als ich erwähnte ich kann nicht gehen, es wird so nicht funktionieren, wollte die Untersuchung abbrechen und rief die Fachärztin.
Vorsorglich waren wir zu Dritt gekommen und haben den Transfer auf die Untersuchungsliege selbst erledigt. Ist für uns kein Problem. Da ist niemand angerichtet mit Hilfsmittel etc. für Rollstuhlfahrer. Anscheinend kommen nur gesunde "Fußgänger" zur Untersuchung.
Nach Abschluß der Aktion war die Angestellte noch unhöflicher und schob mich mit der Liege auf den Flur raus zum Umsetzen und Ankleiden mit der Ansage, daß wir Sie jetzt über eine Stunde aufgehalten haben von Ihrer Arbeit. Danke Servicewüste Deutschland. Inklusion steht nur auf dem Papier. Mit Berufung oder Leidenschaft war die jedenfalls nicht unterwegs. Da wär eine Beschäftigung im Archiv wohl eher angebracht.

