Positive Erfahrungen und nachhaltige Stabilisierung im Rahmen des Klinikaufenthalts
- Pro:
- familiäre Atmosphäre, Therapieprogramm
- Kontra:
- kalter Essensraum, wenn die Bedienung das Fenster in der Küche offen ließ. Sobald man dies Ansprach wurde das Fenster zugemacht
- Krankheitsbild:
- Anpassungsstörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Somatoforme Schmerzen
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Die Oberberg Klinik in Bad Tölz war mein erster Kontakt mit Psychotherapie in einer psychosomatischen Klinik. Ich fühlte mich durch das Ambiente, welches eher einem Hotel gleicht, nicht wie in einer Klinik. Auch die liebevollen Therapeuten unterstützten mich bei meinen Problemen, wodurch es mir leichter fiel, mich zu öffnen.
Ich war über Weihnachten in der Oberberg Klinik. An den Feiertagen gab es informative und gruppentherapeutische Veranstaltungen, die freiwillig besucht werden konnten. Zwischen den Feiertagen und Silvester fand ein reguläres Klinikprogramm statt.
Man fühlt sich einfach aufgehoben und mit seinen Problemen ernst genommen.
Auch die Diagnose und Ergebnisse der Fragebögen wurden ausführlich besprochen und vermittelten ein Verständnis für das eigene Krankheitsbild.
Bei mir stand die psychische Stabilisierung im Vordergrund.
Diese wurde neben den psychotherapeutischen Stunden durch das vielseitige Angebot, wie NADA (Ohrakupunktur), den Achtsamkeitsgruppen (wie progressive Muskelentspannung nach
Jacobsen, Qi Gong, Körpergruppe) und auch den sportlichen Angeboten (Rücken, Massage, Wassergymnastik, Herz-Kreislauf) erreicht.
Im Rahmen des Klinikaufenthalts fand ein Angehörigengespräch statt, das gut vom behandelnden Psychologen moderiert wurde. Der Psychologe stand während des gesamten Gesprächs hinter mir.
Ich durfte in der Klinik auch positive Erfahrungen mit der expositionierenden Traumakupunktur bei Dr. Musil sammeln. Herr Dr. Musil beherrscht die expositionierte Traumaakupunktur sehr gut. Mit Hilfe der Akupunktur wurde sich vorsichtig an das soziale Umfeld, welches meine Traumata verursacht hat, gewagt, wodurch sich die damit verbundenen körperlichen als auch psychischen Symptome deutlich verbesserten und es zu einem weiteren Stressabfall kam.
Zu Beginn des sechswöchigen Klinikaufenthalts wäre so eine deutliche Verbesserung meiner körperlichen als auch seelischen Beschwerden für die behandelten Therapeuten und auch für mich nicht denkbar gewesen. Nach 6 Wochen konnte ich mit gutem Gewissen aus der Klinik gehen, da mir viele Skills für soziale Beziehungen als auch zur Stressreduktion an die Hand gegeben wurden.
Auch die Küche bemühte sich Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten zu berücksichtigen und ermöglichte sogar spezielle Wünsche wie Sojajoghurt zum Frühstück.


