Alptraum
- Pro:
- Ich bin nicht gestorben
- Kontra:
- Alles
- Krankheitsbild:
- RF-Ablation
- Erfahrungsbericht:
-
Alles ist schiefgelaufen vom Anfang bis Entlassung. 1.Gegebene Termin war plötzlich verschwunden vom Computer. Aufgefüllter Aufklärungsbogen hat niemand gelesen, zu meiner Operation war mangelhaft vorbereitet (kein blasendauerkat.obwohl versprochen, fehlte bestimmte Herzkatheter usv. Über meinerAllergien wussten die nichts. Die 4 Stunden, komplett NACKT in 15 Grad war Folter, über volle Blase hat weh getan, vom Tisch gerutzt und überdehnte Bein und Fußgelenke schmerzen immer noch (Schaden sind in MRT zu sehen), nach Eingriff lag ich komplet NACKT auf dem Tisch, und Leute kamen und gingen neben mir. Die hätten mindestens Genitalien bedecken können aber keine Manieren od.respekt gegen Pat. Nach Ablation keine überwachung, nur Motitor aber kein Mensch. Keine automatische Blutdruckmeschung, nur EIN mal nach Ablation. Nicht deutschsprachige Pflege hat mich zur Station abgeholt und zum FALSCHEN Zimmer gebracht. Zimmer war ISOLATIONSZIMMER von andere Pat.! Aber dort musste ich bleiben bis Entlassung. Ich musste 1,5 h warten bevor jemand kam mir Vitalzeichnen zu messen. Essen und trinken habe ich erst Abend bekommen und das heise Tee im Becher. Wie soll ich trinken od.essen, wenn ich flach und ruhig liegen muss?! Mein mann musste mir jedes mall separat Snabeltasse holen und bei essen helfen. Ohne ich wäre ich komplet hilflos gewesen. Von sterilitet bei Wundepflege hatte der Pflege keine Ahnung! Weil ich im falschen Zimmer war hat auch am Tag der Entlassung (Samstag)die Diensthabende Ärztin mich nicht gefunden. Letztendlich wäre ich nach Hause gehen sollen ohne Visite. Ich war aber nicht einverstanden. Ich habe gewartet bis die Ärztin Zeit hatte.


1 Kommentar
Vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrung schildern. Es tut mir leid, dass der Termin für Sie nicht zufriedenstellend verlaufen ist. Ihre Hinweise zur aus Ihrer Sicht zu kurzen Anamnese, zu bereits ausgeschöpften Therapiemaßnahmen sowie zur Einschätzung der bildgebenden Befunde nehme ich ernst.
Aus medizinischer Sicht ist es nachvollziehbar, dass erneut konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder Akupunktur empfohlen wurden, da Ihre Bildgebung keine eindeutige Operationsindikation zeigt. Auch der Hinweis auf die begrenzte Wirkdauer einer Facettendenervierung ohne bildmorphologische Veränderungen oder diagnostischer Infiltration zur Ermittlung des Schmerzfokus ist aus fachlicher Sicht korrekt und weltweit durch Fachanalysen bestätigt – insbesondere im Rahmen der erneuten Begutachtung Ihres Befundes, Bilder, und geäusserten Symptome können diese nicht wirksam durch die gewünschte Verfahrenstechnik verbessert werden und muss dementsprechend scheitern. Vor diesem Hintergrund konnte Ihrem Wunsch nach einem interventionellen Eingriff ohne klare medizinische Indikation und ohne nachhaltiges Ziel nicht entsprochen werden. Dies führte – im Beisein Ihrer Frau – zu einer für Sie unbefriedigenden Verabschiedung, die mir deshalb in Erinnerung geblieben ist, weil der geäußerte OP-Wunsch die Anamnese und die klinische Untersuchung überlagerte und die Kommunikation erschwerte.
Gerade die Ablehnung bestimmter Verfahren oder nicht zielgerichtete Wünsche, die medizinisch nicht sinnvoll oder nicht wirksam erscheinen, gehört zu meiner tief empfundenen Verantwortung gegenüber meinen Patientinnen und Patienten. Wenn konservative Maßnahmen noch nicht ausgeschöpft sind und keine eindeutigen morphologischen Veränderungen vorliegen, ist ein operatives Vorgehen nicht angezeigt. Eine Operation stellt immer das letzte Mittel dar, wenn alle anderen Optionen keine Besserung bringen.
Selbstverständlich kann es unterschiedliche fachliche Einschätzungen geben. Deshalb habe ich – wie in solchen Situationen üblich – ausdrücklich zur Einholung einer zweiten Meinung geraten.
Ich hoffe sehr, dass sich Ihre Beschwerden durch weitere konservative Maßnahmen, einschließlich osteopathischer Behandlungen, bessern und letztlich keine Intervention notwendig wird. In vielen Fällen lässt sich so eine Behandlungsspirale mit möglichen Folgeeingriffen vermeiden, die ein Grund dafür ist, dass Wirbelsäulenchirurgie in der öffentlichen Wahrnehmung oft kritis